

Webweiser
Polizei gelingt Schlag gegen Holz-Mafia in Brasilien
Verweigertes Menschenrecht auf Trinkwasser
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Bericht aus Campina Grande (s. PHSA)
Zeitung
solidariedade Nr. 74 erschienen
Protestaktion
Promoção Humana Santo Antônio

Schule für 250 Favelakinder, Familien- und Schwangerenbetreuung, Gesundheitsfürsorge für Favelabewohner
Schule für Favelakinder
Die Schule wird im Durchschnitt von 250 Kindern aus den umliegenden Favelas besucht. Von diesen Kindern erreichen ca. 80-90 % auch ihren Schulabschluss, denn sie lernen gern. Dies ist ein großer Erfolg, denn viele Kinder gehen trotz Schulpflicht nicht zur Schule. Sie müssen vielmehr zum Unterhalt ihrer Familie beitragen und haben kein Geld für Schulkleidung und Schulbücher.
Das Konzept unserer Schule bietet Straßenkindern die Möglichkeit, trotz Schulbesuch Geld zu verdienen: Sie können zum Beispiel nach dem Unterricht Speiseeis, gekühlte Getränke, Popcorn, etc. herstellen und verkaufen. Sie sind am Verkaufserlös beteiligt und können diesen an ihre Familien weiterleiten. Schulkleidung und Schulbücher werden den Kindern zur Verfügung gestellt.
In der Mittagszeit gibt es eine warme Mahlzeit - für die Kinder oft die einzige am Tag!
Familien- und Schwangerenbetreuung
Schwangere Mädchen und Frauen sind in Brasilien während der Schwangerschaft meist allein gelassen. Viele sind von ihren Männern verlassen, stehen ohne ärztliche Betreuung da und haben insbesondere mit Problemen in finanzieller und sozialer Hinsicht zu kämpfen.
Unser Haus bietet ihnen die Gelegenheit zum Austausch und zur gegenseitigen Stärkung in der Gemeinschaft von Frauen, die in der gleichen Situation sind. Darüberhinaus erhalten sie ärztliche Betreuung und die Möglichkeit, die erste Babyausstattung selbst herzustellen. Die Mädchen und Frauen, die in unser Haus kommen, sind zwischen 14 und 35 Jahre alt. Mit unserer finanziellen Hilfe kommen im Jahr etwa 60 Kinder sozial und ärztlich begleitet, auf die Welt.
Gesundheitsfürsorge für Favelabewohner
Zwei Ärztinnen, eine Psychologin und ein Arzt sorgen sich um die Gesundheit der Straßenkinder, deren Familien und der schwangeren Mädchen und Frauen. Da in Brasilien zwar der Arztbesuch kostenlos ist, nicht aber weitergehende Laboruntersuchungen und Medikamente, steht ihnen gegen eine geringe Gebühr oder kostenlos - je nach Situation - in unserem Haus das Labor zur Verfügung, in dem eine Laborantin die wichtigen Untersuchungen vornimmt.
Die notwendigen Medikamente können aus der kleinen Apotheke in unserem Haus verabreicht werden, die Kosten dafür werden von uns regelmäßig übernommen.
Diese medizinischen Einrichtungen sind deshalb besonders wichtig, da die Favelabewohner auf Grund ihrer Armut weder Untersuchungen noch Medikamente bezahlen können.