Aktuell

Wichtige Möglichkeiten der Wasserbevorratung

 

Trinkwasser aus Brunnen

Viele Brunnen mit geringer Tiefe fördern im Sertão salzhaltiges, für den Menschen ungenießbares Wasser, das meistens auch Tiere ablehnen.

VolantapumpeEs gibt jedoch im Sertão schätzungsweise mehr als 50.000 außer Betrieb befindliche Tiefbrunnen. Sie wurden in Zeiten großer Dürre mit Staatsmitteln angelegt und mit technisch aufwändiger Fördertechnik ausgestattet (Dieselpumpen oder einfache Windräder). Da die Bevölkerung weder den Diesel bezahlen, noch die Wartung der Fördereinrichtungen gewährleisten kann, verwaisten diese Brunnen. Nun ist man auf eine holländische Handpumpe (Volantapumpe) aufmerksam geworden, die in Afrika erfolgreich eingesetzt wird. In drei Versuchsanlagen wurden bereits beste Ergebnisse erzielt. Diese Pumpe kostet jedoch € 3.700. Dennoch sollen zukünftig die vorhandenen Tiefbrunnen zur Versorgung von Dörfern mit der Pumpe erschlossen werden. Es ist geplant, die Pumpe in Großserie in Brasilien preiswerter zu bauen.
Damit könnte vielerorts die große Wassernot in langen Trockenzeiten beseitigt werden. Es bedarf jedoch sehr hoher finanzieller Unterstützung über Spenden.


Trinkwasser aus Zisternen


Die normalerweise 16.000 Liter fassende Zisterne, besteht aus einer Bodenplatte aus Beton, einem Dach aus Betonplatten und einer wasserdicht verputzten Drahtgitterwand, die in vier Arbeitsgängen erstellt wird. über ein Ableitungsrohr läuft das Regenwasser vom Hausdach in die Zisterne. Da Regenwasser aus sich in der Lage ist, Bakterien abzutöten, hält die Zisterne für die Bewohner hervorragendes Trinkwasser über die gesamte Dauer der Trockenheit von acht Monaten bereit. Mittlerweile haben die Nutzer die Erfahrung gemacht, dass sie nur Trinkwasser entnehmen dürfen, damit der Vorrat reicht. Brauchwasser muss eine Familie anderweitig besorgen.
In langen Dürreperioden reicht das Zisternenwasser nicht aus. Ein Tiefbrunnen, wie vorher erwähnt, wäre eine Ergänzungslösung.


Weitere Infos hierzu:
Fotodokumentation: Bau einer Zisterne
und
Fotoserie: Casa Nova: Bilder (Das Leben im Sertão)


Ohne Wasser kein Leben


Während unsere Wasserleitung uns das kostbare Nass ständig und in großen Mengen zur Verfügung stellt, endet die Sorge um Wasser für Bewohner des Sertão nie. Für sie gibt es keine Leitung aus der Wasser sprudelt.
Zur sicheren Wasserversorgung gehört auch noch mehr als die Zisterne. Den dafür erforderlichen Aufwand können Menschen mit einem „Einkommen“ von einem Euro pro Tag nicht aufbringen. Sie sind auf unsere Mithilfe angewiesen.


 Unterstützen Sie bitte unser Programm für die Trinkwasserversorgung im Sertaõ   

Eine Zisterne erfordert € 280 an Materialkosten. Lohnkosten fallen nicht an, weil die Menschen ihre Zisterne selbst bauen.  Es gibt viele Anlässe: Geburtstage, Feste, usw., an denen auch Gäste und Freunde bereit sind, die gute Sache zu unterstützen.






Wasserbevorratung